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[Rezension] Die Wanifen von Rene Anour

Die Wanifen von Rene Anour

 

 

Informationen zum Autor Rene Anour

 

erschien am 20.05.2013

im Bookshouse Verlag als ebook

auch erhältlich als Taschenbuch mit ISBN: 978-9-963724-78-9

 

Ich habe das Ebook gelesen in der Kindle-Ausgabe.

 

Eine Leseprobe findet sich hier.

 

Als Ebook bei bookshouse bestellen

Als Taschenbuch bei Amazon kaufen

 

 

Von Wanifen habe ich noch nie gehört und nachdem der Klappentext sich auch noch nach etwas Neuem im Fantasy Genre angehört hatte, landete das Buch auf meinem Kindle. Und ich wurde nicht enttäuscht. Aber lest selber.

Die Alpen in grauer Vorzeit
Als Ainwa erfährt, dass sie eine Wanife ist, gleicht dies ihrem Todesurteil. Wanifen sind Menschen, denen eine Kreatur der Anderwelt ihre Macht schenkt. Doch seit Generationen verschwinden die jungen Wanifen ihres Volks spurlos in den Wäldern, bevor sie ihre Kräfte zu nutzen lernen. Der Kelpi, ein blutrünstiger Waldgeist, jagt und tötet sie. Gemeinsam mit ihrem Ziehbruder Gorman, den Ainwa heimlich liebt, versucht sie, dem Kelpi zu entkommen. Doch der Waldgeist spürt sie auf. Gorman stellt sich dem Kampf - und bezahlt. Wenn Ainwa Gorman retten will, muss sie sich in Duellen um Leben und Tod gegen andere Wanifen behaupten. Ausgerechnet der erste Feind, auf den sie trifft, scheint ihr helfen zu wollen. Doch darf sie Rainelf trauen?

 

(Quelle: Bookshouse Verlag)

Gleich von Anfang an entführte das Buch mich in eine andere Welt, ein Welt voller Geister, Sagengestalten, Aberglauben und dem Leben im Einklang mit der Natur. Der Autor hat in meinen Augen hier etwas neues geschaffen, dass sich von dem Einheitsbrei der Fantasy-Welten wolltuend abhebt. Vorallem die Idee, die Geschichte am Rand der Alpen in einer grauen Vorzeit spielen zu lassen, hat mich gefesselt.

Die Geschichte ist spannend erzählt und hat einen angenehmen Lesefluss. Ich konnte meinen Kindle nicht zur Seite legen und habe das Buch in einem Rutsch (und einer schlaflosen Nacht ;-)) durchgelesen.

Ich durfte Ainwa auf ihrer Reise des Erwachsenwerdens begleiten, mit all ihren Facetten. Ainwa ist für mich eine echte Heldin, die begabt ist, auch der Suche nach ihrem Seelengeist, aber auf der anderen Seite auch nicht immer alles richtig macht, die ein oder andere falsche Entscheidung trifft und dadurch die Erfahrungen sammelt, die sie weiterbringen.

Desweiteren fand ich gerade im letzten Drittel des Buches viele Wendungen und Überraschungen, die ich so nicht erwartet hatte, die aber in den Fluss des Buches passen. Bis zum Schluss wußte ich nicht, ob es ein Happy End mit Gorman gibt oder nicht.

Zwischendurch erfährt man als Leser in kursiv gedruckten Rückblenden Ainwas Entwicklung zur Wanife, die sich harmonisch in den Fluss der Geschichte einbetten und so manche Entscheidung Ainwas nachvollziehbarer machen.

So schön und neu die Welt um Ainwa und Gorman, Rainelf und Seelengeister mich fasziniert hat, gibt es doch ein paar Kleinigkeiten, die mich nicht überzeugen konnten. So hat sich der Autor teilweise in den Detailbeschreibungen von Landschaft und dem Leben in der Vorzeit verloren. Hier hätten mir auch ein paar Unwichtigkeiten weniger auch ausgereicht, um die Landschaft vor meinem inneren Augen entstehen zu lassen.

Desweiteren fand ich die Schnelligkeit der Ereignisse im Buch ungleich verteilt. Am Anfang geht es gemütlich los, ich bin nach einer kurzen Eingewöhung an die doch ungewöhnliche Welt, wird dann richtig schnell, um wieder abzuflachen und zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse und Wendungen förmlich, dass ich teilweise das Gefühl hatte, nicht mehr zu Atem zu kommen.

 

Alles in allem fand ich diesen Debütroman sehr gelungen: Vorallem die vielen fantastischen Ideen (sei es Wanifen, die Seelengeister, der Kelpi etc.) haben mich beeindruckt. Auch die Idee das Buch in einer Welt spielen zu lasse, die sich so von unserer heutigen technisierten Welt unterscheidet, ist sehr gut umgesetzt.

Ein lesenswertes Buch für alle Fantasy-Liebhaber, die mal etwas anderes, Neues in diesem Genre lesen möchten.